Schönster Reisemoment #2

Zwei schöne Momente von vielen – eine Auswahl von Aaltje.

Kurz vor der Reise war das Wetter sehr wechselhaft: Mal war es schweinekalt, mal fast schon T-Shirt-Wetter. Was soll man denn da für Kleidung einpacken? Ich verzichtete auf die Sonnenbrille und habe mich für die Winterjacke entschieden.

Gleich am ersten Tag kam mir das idiotisch vor: Die Sonne schien so heiß auf die Schule, dass das Zimmer, in dem wir uns mit der Direktorin unterhielten, unaushaltbar warm wurde. Wie gut, dass wir in Behrenhoff waren und das Meer von dort nicht weit! Also machte sich eine kleine Gruppe kurzentschlossen auf den Weg nach Warnemünde, um anzubaden. Na gut, so weit kam’s dann doch nicht, aber zumindest die Füße haben mal Meerwasser berührt, die Haut ist mit Sonne in Kontakt gekommen und wir hatten Spaß beim Rumrennen, Yoga machen und einfach nur am Strand faulenzen. Welch guter Start in die Woche!

In der Schule “Am Park” Behrenhoff machten wir unseren ersten Unterrichtsbesuch. Irgendwie erschien mir alles seltsam normal: Es wurde ein Text vorgelesen, alle Schüler sollten mitlesen und wer nicht wusste, an welcher Stelle wir waren, bekam einen Rüffel. Aber doch war es etwas anders: Die Lehrerin hatte eine Engelsgeduld, mit der sie auf die Aufmerksamkeit jedes einzelnen Schülers wartete, bevor sie inhaltlich weitermachte und somit herrschte eine überraschende Stille im Raum. Als es dann an die Einzelarbeit ging, sollten wir Hospitanten uns dazusetzen und ruhig mit den Schülern unterhalten – aber gleichzeitig sollten diese natürlich auch arbeiten. Das ließ sich nicht komplett umsetzen, aber “heute ist ja auch ein besonderer Tag, mit so vielen Gästen.”

Ich unterhielt mich also mit einem Schüler über alles Mögliche und achtete zwischendrin darauf, dass er ein paar Wörter im Buchstabengitter fand.

Und was war daran jetzt ein so besonderer Moment? Ich glaube, es war vor allem die Begegnung mit diesem Schüler, der sich so viel mit mir unterhalten hat und mich am Ende gar nicht gehen lassen wollte. Und vielleicht auch die Sprache, auf die wir zwischendrin umgestiegen waren. Denn auch mit “mimimiii” und “mamiiimu” kann man sich vieles erzählen.

WIR bieten Laura das WIR an oder wie sind WIR eigentlich von Münster nach Braunschweig gekommen?

Ein Bericht von Susi.

„Oh, ich freue mich schon auf die vielen interessanten Gespräche während der Autofahrten!!…“ so tönt es vom Vorbereitungstreffen noch in meinem** Ohr.

Die Realität sieht in etwa so aus:

Montag, 16.3., Fahrt von Berlin nach Greifswald:

Wir* sind bis auf eine halbe Stunde durchgehend wach. Wir fahren ja das Auto. Krawallrainer, zu diesem Zeitpunkt noch eher Kuschelrainer schläft und träumt mit Celli und Thi Loc hinten von einer besseren Welt mit guten Schulen. Wir* unterhalten uns fantaschtisch! Ich** wünsche mir mehr Initiative von der Rückbank! Wer sind diese Leute? Was weiß ich** über die von den bisherigen 7 Treffen? Habe ich mir Serienkiller ins Auto geladen, die noch vor dem ersten Schulbesuch kurzen Prozess mit mir machen? Kein Kommentar zur Musik… auch nicht, wenn wir* lauter drehen. Kein Kommentar zu unserem* Blitzerfoto… Nichts!

Dienstag,17.3., Fahrt von Greifswald nach Rostock:

Ich** Fuchs! Es liegt am Auto, natürlich! In so ner Familienkutsche wie dem Kombi kann ja keine Stimmung aufkommen. Ich** wechsle in den Partybus. Da ist immer was los! Bus fahren fetzt. Ich** schwinge mich hinters Steuer und bin die Königin der Landstraße. Jetzt geht’s los! Gleich werden wir wild diskutieren, dumme Witze machen und uns Dinge erzählen, für die bisher keine Zeit war. I’m so excited… Jakob fragt, ob er den Fensterplatz haben kann, da könne man sich besser anlehnen. Nach weiteren 10 Minuten auf der Autobahn schläft auch die vermeintliche Partymeute. Ich** verwerfe den Plan mit dem Autowechsel, setze den Blinker und überhole einen LKW. Rostock, wir kommen.

Donnerstag, 19.3.,Fahrt von Rostock nach Hamburg

Wir** sitzen wieder im Kombi. Da geht noch was! Ich** bin ganz optimistisch. Die reden doch alle den ganzen Tag mit mir**. Was sind das für Kommunikationslöcher? Warum nur im Auto? Haben wir uns zu viel zugemutet? Sind wir nach all dem Hospitieren und Reflektieren nicht mehr in der Lage, auf Autofahrten mehr als 10 Minuten wach an Gesprächen teilzunehmen? Die Fahrt ist anders als die anderen. Jakob nimmt seinen Beifahrerjob ernst. Ich** erfahre furchtbar interessante Sachen von Ferienlager über Unikram bis hin zu „so lebt es sich im „echten“ Norden“. Und als ob das nicht genug wär, setzt unser Freund und Kupferrainer noch einen drauf. So eine ausführliche Erklärung, wann „das“ mit einem oder doppeltem S geschrieben wird, habe ich** in meinem Leben noch nicht bekommen. Danke dafür! …und schwupp, sind wir auch schon da. Im schönsten aller Hamburgs. Aber das ist eine andere Geschichte.

Sonntag, 22.3., Fahrt von Hamburg nach Köln

Wir fallen zurück in alte Muster. Kurz nachdem wir* auf die A1 auffahren, schläft die Reisegruppe tief und fest. Timme wacht in mitten der Fahrt auf und fragt, ob ich** abgelöst werden möchte. Wenn der wüsste, wie fertig er aussieht. Ich** verneine und wünsche ihm eine gute Nacht. Ahh diese Ruhe.

Mittwoch, 25.3., Fahrt von Köln nach Münster

Ich mach nicht mehr mit! Streik! 2ter Versuch Partybus. Desaströs!! Timme fährt. Jakob neben mir**. Schon beim Einsteigen wird mir** gesagt, „die Gruppe hätte sich darauf verständigt, keine Musik zu hören“. Weil alle lieber ihre Kopfhörer im Ohr haben wollen. Ahhhhh!!! Das is doch ne Verschwörung. Timme sagt, er höre so gerne Hörbuch. Jakob fragt schon wieder nach dem Fensterplatz. Was danach kommt, ist bekannt. Dieser unkommunikative Haufen. Ich** fange an zu stänkern. Maule rum. Diskutiere. Und schlafe nach kurzer Zeit selbst ein…

Donnerstag, 26.3., Fahrt von Münster nach Braunschweig

Die letzte Schule dieser Reise liegt hinter uns. Die Autocrew der vorletzten Etappe besteht aus uns*, Lovelylaura und Cyrill(der is so real!!!). Cyrill fährt. Wir laden vor der Abfahrt noch die Palette Dosenbier in unser Fahrzeug um. Belohnung muss sein. In einem kurzen Moment von mangelnder Selbstkontrolle übernehmen wir den Einkaufsjob für den Abend. Die Fahrt beginnt. Die ersten Dosen öffnen sich. Zisch. Klick. Knack. Weil wir mit Stil untergehen, füllen wir das Getränk unserer Wahl in die schönste Tasse der Welt um. Cyrill fährt sportlich und sicher. Wir entspannen uns. Und die ganze Zeit dieses Gerede. Geschnatter. Getratsche. Wow!! Wir halten an der nächst besten Raststätte. Wir* brauchen Pommes. Die Raststätte entpuppt sich als fiese Truckerabsteige. Wir* beschließen aus Sicherheitsgründen, zu zweit zu gehen. Die Tasse immer dabei. Ich bin mir sicher, die Leute denken wir geniessen eine Art Latte Macchiato. In der Truckerabsteige erwartet uns die freundlichste Bedienung aller Zeiten. Äußerlich dem Ambiente angepasst, mit der zarten Stimme eines gestandenen Hafenbauarbeiters. Diese Frau, diese engelsgleiche Frau, kredenzt uns die größte Pommesportion meines** Lebens (für den korrektesten Preis!). Bevor wir uns festquatschen und heiraten, bedanken wir uns. Wir** gucken noch, ob wir eine InTouch erwerben können,was nicht der Fall ist, prosten ihr zu und klettern wieder ins Auto. Die Fahrt geht weiter. Thematisiert werden eine Gitarre, die uns seit fast 2 Wochen begleitet, pubertäres Gehabe, eine Messe nur für Lehrpersonal, Nüsschen und die gegenseitige Zuneigung. Nächster Halt Tankstelle. Wir*** müssen pullern. Dass wir* immer noch scharf auf das besagte Klatschmagazin sind, geben wir erst beim Wiedereinstieg zu. Aber vorher scheppert es gewaltig. Laura öffnet ihre Autotür. Merkwürdigerweise fallen leere Bierdosen aus unserer seriösen Familienkutsche. Wo die wohl herkommen?? Wir* trinken ja nur aus der Tasse. Nach einer Diskussion mit der Kassiererin, warum die verdammten Klobons nicht an allen Tankstellen eingelöst werden können, geht’s aufs Klo. Ein schönes Mädchengespräch über die Sperrholzwand zwischen uns entsteht. Ich** könnte hier ewig sitzen. Bevor wir die Tanke verlassen, stellen wir ernüchternd fest, dass auch hier keine Klatschmagazine erhältlich sind. Nischt wie weg hier! Zisch. Klick. Knack. Prost. Bla. Bla. Bla. Ich habe das Gefühl, die Gespräche von 2 Wochen finden komprimiert auf dieser Fahrt statt. Ich** bin glücklich. Laura lacht so schön. Sie hört gar nicht mehr auf. Nächster Halt Kaufhalle. Da war ja noch was. Thi Loc schickt uns den Einkaufszettel. Wir haben einen Plan. Wir rocken das. Cyrill lädt uns vorm Kaufhalleneingang ab. Er sucht einen Parkplatz und will hinterher kommen. Nach 10 Minuten erscheint er im Geschäft und beglückwünscht uns, dass wir*** es schon selbstständig durch das Drehkreuz geschafft haben. Wir lachen. Das Verkaufsteam lacht mit uns, während sie uns quasi von Produkt zu Produkt begleiten. An der Kasse trennen sich unsere Wege. Das hier erhältliche Klatschmagazin tröstet uns über den Verlust unserer neuen Freunde hinweg. Jetzt schnell ins Auto. Die Gruppe wartet und ist hungrig. Wir sind nur glücklich. Wann es genau passierte, weiß ich*** nicht, aber wir* boten Laura irgendwo zwischen Münster und Braunschweig das „wir“ an.

* wir sind in diesem Fall Beni und Susi (ich?), da wir unsere Individualität ganz der Gruppensache geopfert haben und da Eigentum ja Diebstahl ist, lösen wir das ICH auf und ersetzen es durch WIR und UNS

** zur besseren Lesbarkeit und Verständnisförderung des geneigten Lesers, WIR sind immer noch WIR!

*** möglicherweise umfasst WIR zu diesem Zeitpunkt schon 3 schöne Menschen

Schlafmützen und Wecker-Hasser

Was mich die Nächte über unsere Arbeitseffizienz gelehrt haben – ein Rückblick von Cyrill.

Greifswald, Sonnenschein und T-Shirt-Wetter, unsere Reise beginnt. Noch bevor wir über die erste Schule reden, reden wir über uns: Stress, wo er herkommt und wie man auf ihn reagiert.

„Ich muss jede Nacht mindestens 8 Stunden schlafen, sonst bin ich gestresst.“

„Morgens ist mir ein gemütliches Aufstehen wichtig, ich mag es überhaupt nicht, geweckt zu werden – durch Menschen, scheinbar witzige Lieder oder durch gesnoozte Wecker.“

„Wenn ich Hunger habe, dann werde ich unerträglich und schlecht gelaunt.“

Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.

Zugegeben, ich frage mich zu diesem Zeitpunkt: Wozu das Ganze? Muss ich mir jetzt jedes Wehwehchen anhören? Das ist doch unnötig, zumal könnten wir in der Zeit doch super draußen in der Sonne entspannen.

Jetzt ist es schon Tag 4, die ersten Gedanken um die Gruppendynamik kreisen durch den Kopf. Problemlos war’s, keine Konflikte kochen hoch und das, obwohl wir uns die erste Nacht nur ein Bad mit Dusche teilten und die nächsten beiden Nächte zwar einen großen Waschbereich, aber keine Dusche hatten.

An Tag 5 in Hamburg ist es dann soweit. Die Schule sagt uns die Hospitation ab. Nach einem Gespräch mit einem Lehrer und einer Führung durch die Räume sind wir schon mittags fertig. Ein Teil der Gruppe möchte jetzt Freizeit machen und am Abend arbeiten, ein anderer Teil jetzt arbeiten und später Freizeit haben. Wir beginnen, uns ins Wort zu fallen, die Stimmung ist gereizt, einige fühlen sich angegriffen. In meinen vorherigen Gruppenerfahrungen ist die Atmosphäre an solchen Stellen gekippt, erste Verfeindungen geschaffen.
Jetzt kommt der Vorschlag: Ein Stimmungsbild machen, bei dem jeder die Gelegenheit bekommt, auszusprechen, wie es ihm geht und wie es nun nach der eigenen Meinung weitergehen würde. Ich bin erstaunt, die Gruppe fängt sich und entscheidet sich nach der kurzen Abkühlung für eine kurze Pause sofort und für die Arbeit am Nachmittag.

Über das Wochenende beschäftigt mich unsere Gruppenkommunikation weiter. Bis auf das kurze Ausbrechen am Freitag sind wir so harmonisch und konfliktfrei durch die erste Woche gereist. Dabei fällt mir noch etwas Anderes auf: Wir sind in unseren Arbeitsphasen unglaublich produktiv. Erst gegen Ende der Reise stelle ich für mich den Bezug zu unseren persönlichen Beziehungen her.

Zu Beginn der zweiten Woche dann wieder: Es gibt eine Gruppenverabredung, zu der nicht alle kommen. Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, wie klar die Verabredung ist. Starke Emotionen zeigen sich und wir leiten unsere zweite Stimmungsrunde ein. Diese dauert länger als eine Stunde. Jeder hört sich jeden an. Das kostet Kraft, aber ich zweifle nicht mehr an dem Nutzen für die Gruppe.

Gegen Ende der Reise reflektiere ich: Soweit ich gesehen habe, gibt es keine einzige Zweierbeziehung, in der eine negative Grundstimmung herrscht. In der Feedbackrunde zeigt sich: wir fühlen uns voneinander angenommen.

Unser Alt-Kanzler mag mein Thema als „Gedöns“ abtun. Für mich bedeutet die „emotionale Hygiene“, dass in Arbeitszeiten niemand seine Kraftreserven für Angriffe oder mögliche Verteidigungen bereithalten muss. Die Arbeit kann auf der Ebene bleiben, auf die sie gehört: Die sachliche.

Auf diese Weise nehmen Schlafmützen und Weckerhasser mit ihren artikulierten Bedürfnissen möglichen Druck raus. Sie werden als Menschen ernst genommen. Das heißt nicht, dass jedem Bedürfnis jederzeit entsprochen wird, sondern es formuliert und von den anderen „gesehen“ wird. Und das machte unsere Gruppe in meinen Augen so produktiv.

Schönster Reisemoment #1

Die Ereigniskarten sind das Eine. Das Andere sind die vielen unvergesslichen Erlebnisse, die wir auf dieser Reise hatten. In unregelmäßigen Abständen werden wir hier nun ganz persönliche schönste Momente veröffentlichen. Den Anfang macht Rainer:

Mein schönster Reisemoment? Ich hatte keinen schönsten Reisemoment. Genauso absurd wäre es, mich zu fragen, was mein schönster Sex war oder mein schönstes Fußballspiel. Ich hatte tausende. Jeder war auf eine andere Weise schön. Und keiner kommt dem anderen in die Quere. Tausend Reisemomente werde ich hier aber nicht aufzählen. Die gehen euch gar nichts an. Aber sagen wir elf davon. Elf beliebige schönste Reisemomente in egaler Aufstellung auf dieser geilen Reise. 1) Die Tanzfläche im Hamburger „Nachtasyl“ stürmen und nach der getanzten Nacht meinen Freund Lugi sagen hören: „Klar, dass das hier die Berliner übernehmen mussten.“ 2) „Der Kopf muss da durch“ wiederholt geduldig die Tanzpädagogin, als sie ihre 25 7.Klässler auf einen Flashmob vorbereitet. Zu dem Zeitpunkt hatte ich in meinem Kopf schon längst die Übersicht über die Tanzbewegungen verloren. 3) „Können Medusas Schlangenhaare sie eigentlich beißen?“, fragt Abdullah seine Lateinlehrerin in der Klosterschule in Hamburg, die wir in der 7. Stunde außerplanmäßig gestürmt hatten. 4) Diese Gier in der letzten Runde „Risiko“ zu gewinnen, indem ich Susis rote Armee ausrotte. Bis Jakob einen Herzschlag vor mir mit seinem Heereszug aus dem Nichts alle meine Hoffnungen zerstört. 5) Aryan fragt mich in der DaZ-Stunde im Genoveva-Gymnasium: „Ist das eine Nikon 3100 oder d3200?“ Und ich habe keine Ahnung, wovon er redet. 6) In Rostock draußen vor der Schule in der Sonne stehen bleiben. Und danach merken, dass der Besuch in der Schule noch schöner war. 7) „Wenn Sie als Lehrer kein gutes Hobby haben, stelle ich Sie nicht ein!“, O-Ton Schulleiter eines Brennpunktviertel-Gymnasiums in Mühlheim. Was soll ich sagen? Der Mann hat Recht. 8) In irrwitzigen, fiesen, lustigen, harten und langen Diskussionen auf der Reise wunderbare Menschen kennen und eine Menge über das Leben lernen. 9) Mit vier wunderbaren Mädchen an der Hand wie bekloppt durch den Pausenhof der Bergfidel-Schule rennen. 10) Einfach nicht verstehen, was „Die Kuh muss vom Eis“ heißen soll. 10b) Choco Crossies. 11) In der letzten Nacht um 3.13 Uhr nicht einschlafen können. Obwohl ich noch nie im Leben so müde war.

Ereigniskarten #2 – Auflösung

Und wie versprochen, die Auflösung unserer Ereigniskarten!

So konnten wir den Herausforderungen begegnen:

Nr. 1

Ihr stellt erleichtert fest, dass eines der anderen Autos, mit denen ihr unterwegs seid, Starthilfe leisten kann. Nachdem die Batterie wieder angesprungen ist, fährt euch die liebe Autobesitzerin zu den Supermärkten der Kleinstadt, erkundet die Umgebung, um die Batterie zu füttern und holt euch inklusive der 15 Wackelpuddings, 3 Blumensträuße und 10 Zitronen wieder ab.

Nr. 2

Du schreibst von deiner Unterkunft aus eine E-Mail an alle aus der Gruppe und schilderst die Situation. Bis zum nächsten Treffen bleibt ihr per Mail in Kontakt. Ab dann gehst du sicher, nicht alleine unterwegs zu sein. Zuhause findest du deine PUK wieder.

Nr. 3

Ihr bekommt die gute Nachricht, dass ihr bis 19.00 Uhr Räumlichkeiten in der Schule nutzen könnt. Nach 45 Minuten Pause trefft ihr euch wieder und startet mit einer Runde, in der jede Person äußern kann, wie es ihr derzeit geht. Spannungen lösen sich und die produktive Reflexion ist bis 18.30 Uhr abgeschlossen. Achja, die Stifte und Zettel habt ihr aus euren Rucksäcken und Taschen zusammen sammeln können.

Wieder zu Hause.

Gestern um 14:24 bekamen alle Mitreisenden eine SMS: „Nach 1847,8 km zu Hause gelandet! Danke fürs Dabeiseindürfen!“ Das erste Auto war also gut wieder in Berlin angekommen und die anderen folgten kurz darauf.

Die SMS hat unsere Empfindungen wohl gut zusammengefasst: Wir sind froh, wieder zu Hause zu sein und umso froher, die Erfahrungen der letzten Wochen gemacht zu haben. 12 Tage unterwegs sein, 6 Schulen unter die Lupe nehmen, Balance finden zwischen Organisieren, Reflektieren und einfach mal nur Quatsch machen, Sport treiben, bis nachts um 2.30 Uhr verbindende Gespräche führen, Konflikte und Schlafmangel aushalten und lösen.

Um all das Neue zu verarbeiten, brauchen wir sicher noch ein wenig Zeit, aber das ist auch ganz schön für alle Leser: In den nächsten Tagen und Wochen werden wir diesen Blog weiter füttern mit all dem, was während der Reise aufgrund von Internet- und Zeitproblemen etwas zu kurz gekommen ist.

Freut euch also auf weitere Einträge, wir geben unser Bestes!